Aktuelle Berichte

Juni 2016

Halbjahresbilanz

Die Turbulenzen an den Aktienmärkten haben ihre Spuren hinterlassen und die Unsicherheit ob der weiteren politischen und konjunkturellen Entwicklung beherrscht weiterhin das Geschehen. Immerhin, zumindest die Kurse in den Schwellenländern konnten sich zuletzt deutlich verbessern. Ansonsten war an den Aktienmärkten wenig zu holen. Zwischenzeitliche Kursrückgänge von bis zu 20% im Februar, sowie auch die jüngsten Kurseinbrüche in Folge der Brexit-Entscheidung in Großbritannien zeigen die Anfälligkeit der Aktienmärkte deutlich auf.

Besser lief es bei den Anleihen, mit denen sich trotz aller Unkenrufe auch in diesem Jahr Renditen erzielen ließen. Allerdings - und auch das sei erwähnt - rückt das Ende der Fahnenstange immer näher. Denn bei Negativrenditen von mittlerweile -0,18% die es heute für Investitionen in 10jährige Bundesanleihen gibt, kann doch kaum noch jemand von einer langfristig attraktiven Geldanlage sprechen. Neuanlagen die auf diesem Niveau getätigt werden, können also definitiv keinen positiven Schnitt mehr machen, es sei denn, die Zinsen fallen tatsächlich noch drastisch weiter in den negativen Bereich.

Erholungstendenzen zeigen sich in den Rohstoffmärkten, die nach der Talsohle nun erstmals seit 2012 wieder einen Aufwärtstrend ausbilden. Neben der Stabilisierung der Energiepreise sind es vornehmlich die Edelmetalle, deren Preisentwicklung u.a. auch von der Flucht in Sicherheit hat profitieren können.

Vergleicht man die Entwicklung der ETF-Strategien STARS mit dem Angst und Gier-Barometer der Aktienmärkte, dem DAX Index, dann wird deutlich, dass sich die Diversifikation und Risikosteuerung des STARS-Modell im ersten Halbjahr ausgezahlt hat. Zwar steht unter dem Strich ein kleines Minus zu Buche, doch die zwischenzeitlichen Kursrückgänge fielen weit weniger stark aus, als an den Aktienmärkten. So gesehen haben wir unser wesentliches Ziel erreicht, für Stabilität in der Vermögensanlage zu sorgen und die Schwankungen und Kursrückgänge gezielt zu reduzieren.

Die Asset Allokation der ETF-Strategien wird dynamisch gesteuert und zuletzt gab es einige Veränderungen. So sind u.a. die Schwellenländer wieder in den Fokus gerückt. Hier haben sich die Kurse sowohl bei Aktien, als auch bei Anleihen nicht nur stabilisieren können, sondern jüngst auch Trendwenden ausgebildet. Das kann man von den europäischen Aktienmärkten noch nicht behaupten. Hier sind die Abwärtstrends weiter intakt und trotz zahlreicher Versuche konnten die Indizes bisher keine nachhaltigen Kaufsignale ausbilden. Die Gewichtung in Europa wurde daher deutlich reduziert. Den Schwerpunkt in der Aktienquote machen die nordamerikanischen Aktienmärkte aus. Breit gestreute Anlagen in Renten-ETFs sorgen für die nötige Stabilität in den Portfolios. Hier kommen neben Staats- und Unternehmensanleihen der Industrie- und Schwellenländer auch Inflationsgeschützte Anleihen-ETFs zum Einsatz. Bei Rohstoffen bildet ein breit gestreuter Rohstoff-ETF die Basisgewichtung in der Anlageklasse. Darüber hinaus wurde über einen ETC auch gezielt in das Segment der Edelmetalle investiert, da sich hier die höchste Trendstärke unter den Rohstoffen ausbilden konnte.

Mit dem regelbasierten Ansatz des STARS-Modells bleiben wir weiterhin aktiv dran an den Marktentwicklungen. Verbessern sich die Trends in den Aktienmärkten nachhaltig, wird auch der Risikoappetit über höhere Aktienquoten schnell wieder steigen.

 

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